Pressemitteilung vom 30.11.2003
Zuschüsse für die barrierefreie Badgestaltung


Umzug ins Heim durch barrierefreie Ausstattungen vermeiden / Das Bad – der gefährlichste Raum der Wohnung / Bodengleicher Duschplatz mit ästhetisch schöner Duschabtrennung / Spezielle Lösungen für Waschtisch und WC / Finanzielle Förderung durch mehrere Kostenträger /

Ratingen/Vlotho. Fast jeder Mensch hat den Wunsch, in seinem vertrauten Wohnumfeld alt zu werden. Hier kennt man sich aus und fühlt sich geborgen und sicher. Doch in der eigenen Wohnung gibt es Gefahren und Hindernisse, die in jüngeren Jahren nicht so ins Gewicht fallen, im Alter jedoch oft einen Umzug in ein Heim notwendig machen können. Deshalb sollte bei Renovierungen frühzeitig auf barrierefreie Umbauten und Ausstattungen geachtet werden, mit denen die Wohnung altersgerecht und individuell der nachlassenden Beweglich-keit der Bewohner angepasst werden kann. So garantiert das Wohnumfeld auch im hohen Alter Lebensqualität und Sicherheit.

Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei dem Bad geschenkt werden. Hier ist das Unfallrisiko im Vergleich zu anderen Räumen durch rutschige Bodenbeläge, Wasser- und Seifenreste oder den Einstieg in eine Badewanne extrem hoch. Griffe sowie ein bodengleicher Duschplatz reduzieren die Gefahr. Ist die Dusche nach Norm gebaut, verfügt sie über eine Grundfläche von 1,20 x 1,20 m oder 1,50 x 1,50 m, womit sie sogar ausreichend Bewegungsfläche für einen Rollstuhlfahrer bietet. Für die Duschabtrennung gibt es inzwischen formschöne Lösungen. So bietet beispielsweise Koralle die elegante Duschabtrennung „Vario Plus“ aus Einscheiben-Sicherheitsglas an, deren Schiebetüren nur oben in Laufschienen montiert sind, wodurch der Fußboden frei von Bodenprofilen bleibt. Die Duschabtrennung ist erhältlich für den Einbau in Nischen, in Kombination mit einer Trennwand und als Eckversion.

Auch um Waschplatz und WC muss genügend Bewegungsfläche zur Verfügung stehen. Der Waschtisch sollte eine ergonomische, flache und unterfahrbare Form haben. So verfügt beispielsweise die Waschtischserie „Vitalis“ von Keramag zusätzlich über eine integrierte Greifreling, die sicheren Halt bietet und das eigenständige Heranziehen an den Waschtisch unterstützt. Eine nach innen gewölbte Vorderzarge ermöglicht selbst im Sitzen bei der täglichen Körperpflege ein weites Vorbeugen des Oberkörpers. Der Hersteller von sanitären Problemlösungen für mobilitätseingeschränkte Menschen hat darüber hinaus auch bodenstehende und wandhängende WC’s der Serien „Vitalis“ und „Eurotrend Care“ mit der bequemen Sitzhöhe von 48 cm im Angebot, die auch in einer Ausladung von 70 cm für Rollstuhlfahrer erhältlich sind.

Für alle notwendigen Wohnungsanpassungsmaßnahmen werden finanzielle Hilfen angeboten. So fördert die Pflegeversicherung Umbauten mit einem Betrag von bis zu 2.556.- Euro, die Krankenkasse bezahlt die Anschaffung und Montage von Hilfsmitteln wie Stützgriffe neben Waschtisch und WC. Auch die Bundesländer stellen aus den Wohnungsbauförderprogrammen finanzielle Mittel bereit. So räumt  zum Beispiel NRW Menschen, deren Grad der Behinderung über 80 Prozent liegt, ein Darlehen von bis zu 15.500.- Euro zum Umbau der Wohnung ein. Weitere Möglichkeiten ergeben sich über kommunale Sonderprogramme, das Sozial-, Arbeits- oder Versorgungsamt, die Fürsorgestelle oder den Rentenversicherungsträger. Auskunft über Einzelheiten gibt die nächstgelegene Wohnberatungsstelle oder das örtliche Wohnungsamt.
 
Weitere Informationen über die barrierefreien Badprodukte:

Keramag Keramische Werke AG, Abteilung Kommunikation, Postfach 10 14 20, 40834 Ratingen, Fax (0 21 02) 916-314 (Waschtische und WC’s)

Koralle-Sanitärprodukte GmbH, Abteilung Kommunikation, Postfach 17 63, 32591 Vlotho, Fax (0 57 33) 14-295 (Duschabtrennungen)



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