1939 - 1945

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges kommt Keramag als „feindliches Vermögen“ wieder unter Zwangsverwaltung und wird der Sanitäts-Keramik GmbH, der Feuerton- Verkauf GmbH, der Verkaufsstelle für Eisenbahnbedarfs-gegenstände aus keramischen Werkstoffen GmbH und dem Kartell-Verband sanitärkeramischer Werke zugeordnet. Die Nachfrage nach sanitärkeramischen Produkten im In- und Ausland bleibt während des gesamten Krieges sehr lebhaft. Weniger die Bombenschäden als vielmehr die Zerstörung der umgebenden Infrastruktur hindern das Werk Wesel in den letzten beiden Kriegsjahren daran, die Produktion auf der gewohnten Höhe zu halten.
Der große Waschtisch lässt sich auch gut für die „kleine Wäsche“ nutzen.
Der Spültisch wird als „Zierde jeder Küche“ beworben.
Das „Geheimnis der Schönheit eines modernen Bades“ ist die Ausstattung aus Edel-Feuerton.
1944
Verschmelzung der bisherigen Vertriebsverbände in der Verkaufsgemeinschaft Sanitärkeramik, Berlin.

Einschränkung der Produktion in Wesel aufgrund von Bombenschäden und der Zerstörung der umgebenden Infrastruktur.

Zerstörung des Gebäudes der Hauptverwaltung in Bonn Ende 1944.

1945
Umzug der Hauptverwaltung von Bonn nach Ratingen Anfang Januar.

Schon wenige Monate nach Kriegsende wird die Produktion in den unzerstört gebliebenen Werken Ratingen und Flörsheim wieder aufgenommen.

Ladehilfen gibt es noch nicht – die Tätigkeit im Versand ist mit schwerer körperlicher Arbeit verbunden.
Die fortschreitende Mechanisierung erstreckt sich auf die betriebsinterne Logistik: Elektrokarren zum Rohstofftransport.
Neben Sanitärkeramik werden u.a. Abflussrohre aus Porzellan hergestellt, die hier im Rundofen gesetzt werden.