1946 - 1979

1946 darf auch das Werk Wesel wieder produzieren. Nun gilt es, die frühere Leistungsfähigkeit und den Anschluss an die internationale Konkurrenz so schnell wie möglich wiederherzustellen. Dies ist nur durch Verbesserung der Betriebsanlagen - hier der Rückbau eines Schornsteins in Wesel - und Rationalisierung der Fertigungsmethoden möglich. Darüber hinaus muss an die Beschaffung von Wohnraum für die Mitarbeiter gedacht werden. So wird 1950/1951 die Baugesellschaft KERAMAG mbH gegründet, die in der Folgezeit mehrere hundert Wohneinheiten für Mitarbeiter und deren Familien erstellt. In den Werken Wesel und Flörsheim werden Waschtische, Klosetts, Sitzwaschbecken, Urinale und andere Sanitärkeramik aus Keravit-Sanitärporzellan hergestellt, während das Werk Ratingen Küchenspültische, Spülsteine, Waschtische, Urinalanlagen, sanitäre Krankenhauseinrichtungen und ab 1960 großformatige Baukeramik aus Feuerton fertigt.
1950/1951

Gründung der Baugesellschaft KERAMAG m.b.H., Ratingen, zur Beschaffung von Wohnraum für die Mitarbeiter.

 




1959

 

Durch Erbpacht wird es Keramag Mitarbeitern sogar ermöglicht, Eigenheime zu erstellen – hier eine Siedlung in Flörsheim.

Während früher das Verladen der Produkte überwiegend mit Muskelkraft erfolgte, übernehmen jetzt immer mehr Maschinen schwere körperliche Arbeiten.

Das ehemalige Keramag Ausstellungshaus in der Innenstadt Berlins wird nach der Zerstörung im Krieg zum „Café Kranzler“. 

1960
Produktinnovation: großformatige keramische Fassadenelemente „Elemental“.
Gründung der Elemental Baukeramik- Vertriebsgesellschaft m.b.H., Ratingen

Mehr und mehr muss bei der Produktentwicklung nicht nur auf die rationelle Herstellung, sondern auch auf die steigenden Ansprüche der Kunden geachtet werden. So ist es nicht verwunderlich, dass neben der Funktionalität auch die Produktgestaltung in den Mittelpunkt rückt. In den ausgehenden 60er Jahren verlässt Keramag den bisherigen Weg der unprägnanten, zufälligen Formen. Mit Preciosa gelingt es, eine durch wenige geometrische Akzente ästhetisch gestaltete Waschtischlösung auf den Markt zu bringen, die schon damals den Anspruch der Keramag „Wir schaffen bleibende Werte” verdeutlicht. Rechteck und Kreis als Grundform bilden hier ein neues Design und zugleich den Ausgangspunkt für weitere wegweisende Konzepte.

 

 


1969
Produktinnovation: ästhetische Waschtisch-lösung Preciosa, basierend auf den Grund-formen Kreis und Rechteck.
Farbwelten bestimmen zunehmend den Einrichtungsbereich.

1970
Neugründung der Schwab Sanitär-Plastic GmbH, Reutlingen, (Beteiligung 26%).


1971

Extreme Farbigkeit liegt im Trend – dem folgen jetzt auch die Sanitärfarben.

Beteiligung an der Sanbloc GmbH, Weilheim, (33,3%), der Sanbloc Installations-Fertigbau GmbH & Co. KG, Weilheim, (33,3%) und der Rokal Armaturen GmbH, Lobberich, (41%).
Einstellung der Baukeramikfertigung im Werk Ratingen.

1972
Mehrheitsbeteiligung an der Queroy S.A., Breuil-Le-Sec/Frankreich, (99,8%).

1973
Gründung der Hutschenreuther KERAMAG GmbH, Schwandorf, (Beteiligung 50%) zur gemeinsamen Produktion von hochwertiger Sanitärkeramik mit der Hutschenreuther AG, Selb.